Archiv für den Monat: Mai 2015

Sind wir nicht alle ein bisschen essgestört?

Was auch immer ich mit diesem Artikel bewirken will?
Vermutlich öffentlich Tagebuch schreiben in der Hoffnung, dass es mich (und euch) ein bisschen kuriert.

Ich habe gerade drei Tage Saftfasten hinter mir. Und im Gegensatz zum ersten Mal (vor nem Jahr?), ging es mir dieses Mal nicht gut. Erster Tag: Hunger-Klar. Zweiter und dritter Tag: Morgens ganz gut. Aber jeweils abends totale Bauchschmerzen. Verdauung uncool, Dizzy fühlen, müde sein.
„WIESO MACHE ICH DAS?“ hab ich mich gefragt. Und ich wusste es tatsächlich nicht… Mir ist bewusst, dass man von sowas nicht abnimmt oder Ähnliches. Mich reinigen? Joa vielleicht. Aber da könnte man ja auch einfach n paar Tage lang n bisschen mehr auf Obst und Gemüse zurück greifen.

Essen und Körper sind schon immer ein so großes Thema in meinem Leben, dass ich mich frage, ob das überhaupt irgendwann aufhört. Es ist nicht so, dass ich schon gesundheitlich bedrohlich essgestört gewesen wäre. Aber was in meinem Kopf abgeht ist definitiv nicht normal. Und ich weiß das!! Ich wünsche mir oft, dass mir Alles egal sein könnte. Einfach mal tausend Toast (Toasts, Toasti, Toastata, …) mit Schokozeug snacken. Die Einladung zum Burger essen mit Freunden annehmen, obwohl ich mittags schon warm gegessen habe. Es gibt millionen schlimme Dinge, die auf der Welt passieren und ich mache mir tatsächlich Gedanken um meine Figur? (Von der ich objektiv betrachtet EIGENTLICH weiß, dass sie super ist (Sowas zu schreiben ist absurd)) Was nehme ich mir da raus? Ein Bekannter hat gesagt, wir Menschen sind dazu gemacht uns mit Problemen auseinander zu setzen. Und wenn wir keine haben, dann machen wir uns halt welche. Das klingt für mich tatsächlich ziemlich plausibel. Wobei ich natürlich nicht unterschlagen will, dass meine Biographie einen erheblichen Teil zum Körperwahn beigetragen hat. Aber das könnte ich mittlerweile auch mal überwunden haben.

Eine ältere Freundin sagt immer, dass das mit 25 aufhört. Dann hab ich ja nur noch ein halbes Jahr abzuwarten! Immerhin bin ich mittlerweile soweit, dass ich keine Diäten mehr machen will. Wobei ich just in diesem Moment merke: Selbstbetrug. Denn was ist denn Saftfasten!? Nun gut. Also jedenfalls steht bei mir schon länger die Körpergesundheit im Vordergrund. Und es gibt auch viele Tage an denen ich mich sehen kann, wie mich die Welt sieht. Vollkommen NORMAL. Für alle anderen Tage suche ich immer noch nach guten Tipps.
Also ihr Körperzweifler: Die Welt ist böse, aber das Leben kann schön sein. Zerstört es Euch nicht durch so viel negative Energie. Am Ende werden wir alle das Urlaubs-Fotoalbum von „damals“ in den Händen halten und denken: „Digga, warst du ein heißes Gerät!“

Wieso also nicht schon heute?

Quarksahne Torte

Papa hat sich Quarksahne-Torte gewünscht und ich habe davon inspiriert eine Erdbeer-Mandarinen-Joghurtcreme Torte gezaubert :-)
Familienurteil (inklusive Oma/Opa): Sehr gut!


Eine Nacht vorher!!!
1kg Sojajoghurt (Ich habe 500ml Alpro Vanille und 500g Natur genommen) in einem Sieb (welches mit einem Tuch ausgelegt) über einer Schüssel, abtropfen lassen.

Für den Teig
450g Mehl
350g Zucker
2p. Backpulver
1Tl Vanille  mit
250ml Sojamilch
250ml Wasser (Ich habe zur Hälfte frischen O-Saft genommen)
150ml Rapsöl verrühren.

Der Teig ist sehr flüssig nicht wundern! Ich habe zwei Springformen und vier Muffinförmchen damit befüllt…
BACKEN bei 180Grad 25-35min (Stäbchenprobe!) Dann vollständig auskühlen lassen.
(Ich finde es ist einfacher einen Teig einfach durch zu schneiden, als einen hohen Teig vierfach)

Für die Creme
200ml Leha Schlagfix mit
3 Tl Sanapart aufschlagen.    →Beides bei Kaufland gekauft
Abgetropften Sojajoghurt
3 Tl Sanapart
Zitronenabrieb
Saft 1/2 Zitrone vermixen. Und die aufgeschlagene Sahne unterheben.

Dann die Böden aufschneiden und im Wechsel mit Creme und Obst deiner Wahl schichten.
Bei mir: Boden-Creme-Mandarinchen-Boden-Creme-Boden-Creme-Erdbeeren-Boden-Puderzucker :-) Das Kunstwerk am Besten nochmal kaltstellen.


Tipp!!! Da die Creme nicht ganz fest wird eignet sie sich nicht um den Kuchen damit zu überziehen. (Dafür lieber eine Buttercreme) Deshalb die Schicht Varriante.
Jedoch könnt ihr die Creme beispielsweise auch als Erdbeer-Quark verkaufen ;-) Hierzu einfach mit pürrierten Erdbeeren und Erdbeerstückchen vermengen. Schmeckt mega lecker!

Donauwelle

Die Mannheimer wissen, dass ich bereits seit November’14 im Café Vogelfrei (C3, 20) backe. Dort mache ich öfter mal Donauwellenkuchen (also quasi in klein). Und weil doch ab und an Leute danach fragen bekommt ihr hier das Rezept dazu:


 Rührteig

125g Alsan mit 120g Zucker schaumig rühren. 250g Mehl, 1p. Backpulver, 1p, Vanillezucker, Prise Salz und 180ml Sojamilch dazu. Im Originalrezept kommt noch “ein veganes Ei” (1EL Sojamehl+2EL Wasser) hinzu. Ich lass das im Café meist weg…

Die Hälfte des Teiges in eine normale Springform füllen. Die andere Hälfte mit Backkakao (1-2EL) und einem Schuß Sojamilch verrühren. Darüber füllen. Abgetropfte Sauerkirschen drauf und leicht eindrücken. Dann bei 180Grad 25-35min backen. (Stäbchenprobe!)

Buttercreme

Mache ich generell immer eine große Portion und verwende sie auch noch für Cupcakes… Deshalb hier leider eine Mengenangabe, die ihr wohl halbieren müsst!
400ml Sojamilch mit 1p. Puddingpulver Vanille zubereiten und mit Frischhaltefolie abgedeckt auskühlen lassen (damit er keine Haut bekommt).Dann mit zimmerwarmer Alsan (150g) löffelweise vermixen. 1/2p. (nach Geschmack!) Puderzucker hinzu.

Eventuell die Creme nochmal kalt stellen. Aber auf jeden Fall muss der Kuchen vollkommen erkaltet sein. Dort dann die Buttercreme glatt aufstreichen. Und nochmal kalt stellen!

Schokolade

100g dunkle Schokolade schmelzen und wieder etwas abkühlen lassen. Dann zügig auf dem Kuchen verstreichen oder aber gleich die künstlerische Varriante mit Kreisen und Schlieren wählen ;-) (An manchen Tagen klappt glatt verstreichen total gut. An anderen schmilzt mir die Creme unter der Schokolade leicht an und alles wird matschig also nicht verzweifeln)


 Sorry, das war jetzt etwas wild!
Einkaufen müsst ihr: Mehl, Zucker, Alsan (1-2Stück), Backpulver, Vanillezucker, Sojamilch, Puddingpulver, Puderzucker, Backkakao, Sauerkirschen, Schokolade. (Evtl. Sojamehl)

Und so kann das dann aussehen:

Donauwelle für die Schwester zum Geburtstag! :-) #vegan #veganhype #veganedonauwelle #foodporn #kuchen

Ein von veganhype (@veganhype) gepostetes Foto am