Vegane Produkte – Willkommen in Disneyland

Gestern im Club. Betrunken. Wir beginnen uns übers Schick-Vegan-Einkaufen zu unterhalten und kommen schnell zu einem Schluss:
Die ganze Sache ist vor allem eins – Scheißteuer!
Und dann sagt mein Freund zu mir: “Also ich mach das einfach immer wie in Disneyland. Einfach alles ausblenden und den Zauber kommen lassen!”
1 Packung veganer Käse, 300 Disney-Dollars, Glitzern in den Augen, vegane Mayo, 6 Trilliarden Disney-Dollars, Euphorie.
Und dann an der Kasse kommt das große Erwachen. Aus der Zauber von Disneyland. Gefühlt 3 Artikel im Körbchen – “€67,83, bitte!”.

”Gönnereinkauf

Beatbasar und veganer Käsekuchen

Wie ihr bestimmt mitbekommen habt, habe ich heute beim Beatbasar in Heidelberg mit einer Freundin Cupcakes verkauft. Sie=Omni. Ich=Vegan.
Es war für uns beide das erste Mal in so einer Größe! Abgefahren.
Jede von uns hat gut 100 Cupcakes gebacken, sowie (ich) zwei verschiedene Käsekuchen und meine Freundin etliche Brownies.
Das Krasse: Der Vegankram war nach gut zwei Stunden leer gekauft und auch die omni Cupcakes/Brownies waren schnell weg. Auch wenn es also eine Heidenarbeit war, nahm alles ein super positives Ende.

Aber das Wichtigste ;-) Ich habe tolle neue Rezepte ausprobieren können und möchte Euch DAS Käsekuchen Rezept nicht vorenthalten. Ich bin durch googeln drüber gestolpert und fand den Kuchen wirklich sehr lecker. (Den würde ich sogar mal für Oma backen)
Zum Rezept

Lieblingsveganerin

Gestern hab ich ein schönes unerwartetes Kompliment bekommen :-)
Ich war bei einer Veranstaltung und man hatte mir auf Wunsch alle möglichen veganen Dinge besorgt. Da war ich schonmal sehr dankbar. Natürlich kam es dann auch aufs Thema Veganismus, Vegetarismus und und…

Aus dem Nichts dann der Kommentar eines Kollegen, den ich eigentlich bisher nur entfernt kenne:
“Aber eins muss ich sagen: Du bist meine Lieblingsveganerin auf Facebook!”
Warum?
Vermutlich weil ich nicht jeden Tag Videos von leidenden Tieren poste, sondern alle mit Bildern meines leckeren Essens zu spame.
(Es kommt aber schon auch vor, dass ich kritische Dinge teile… Das hat er vll übersehen)
Die Leute freuen sich eben, wenn sie tolle Cupcakes und Torten sehen. Und da sind die Augen dann größer als der Verstand ;-)
“TORTE!! Hä… Was? Vegan?? …aber öh… Egal: TORTEtorteTORTEtorteTORTE” Und schon hab ich sie an der Strippe!

Ich selbst würde mich nie als Veganerin bezeichnen. Irgendwie hab ich das Gefühl da gehört NOCH MEHR dazu… Lifestyle und so.
Oder ich würde mich durch den Begriff eingeschränkt fühlen? Naja, “Ich ernähre mich pflanzlich” passt mir besser.
Was lerne ich daraus: Missionieren geht meist schief. Neugierig machen und auf Nachfrage antworten gefällt den Leuten.

Rührteig Muffin/Cupcake Rezept

Im Normalfall backe ich lieber ohne Ersatz-Produkte und nehme Rezepte, die allein durch die veränderten Mengenangaben ein tolles Backwerk ergeben. (siehe Rainbow Cake Buskuit) In diesem Rezept aber findet ihr Ei-Ersatz (Pulver, gibts im Reformhaus/Biosupermarkt. Besteht unter Anderem aus Maisstärke). Den Teig habe ich letzte Woche als Rainbow Muffins mit Zuckerguss gebacken und alle haben die Fluffigkeit gelobt.
Gestern dann etwas Kakao und Kirschen aus dem Glas dazu. Mit Sahne getoppt. Voila “Schwarzwälderkirsch” Cupcakes.
Rainbow
Ihr braucht:
125g Alsan (oder andere Margarine)
80g Zucker (Ich hab mehr genommen!)
250g Mehl
1P Vanille Zucker
1P Backpulver
180ml Soja(vanille)milch (Oder andere…)
1 “veganes Ei” (oder 1El Sojamehl+2El Wasser)

1. Weiche Alsan (Zimmertemperatur) mit Zucker schaumig schlagen
2. Abwechselnd Mehl und Sojamilch hinzu.
3. Ei-Ersatz laut Packung zubereiten (1El Ei-Ersatz mit 2El Wasser aufschlagen)
4. Restliche Zutaten hinzu.

Dann entweder:
-Teig aufteilen und einfärben (Wilton Colours) -> Rainbow
-Kakao nach Geschmack hinzufügen und Kirschen unterheben -> Schwarzwälder
Schwarzwälder
Verzieren könnt ihr sie jetzt wie ihr mögt. Sie schmecken aber auch ohne Topping! Auf den Schwarzwälderkirsch Cupcakes hab ich die aufschlagbare Sahne von Schlagfix genommen (Gekauft in Kaufland), funktioniert ganz gut (1p Sahnesteif dazu) und schmeckt eigentlich Allen! Generell ist es aber so, dass bisher keine Sahne so fest wurde wie Kuhsahne…

Gesundes Eis

Bestes Frühstück: Schnell gemacht, gesund, lecker und voller Energie!
Bananen Eis

Ihr braucht gefrorenes Obst eurer Wahl und einen Mixer oder guten Pürrierstab.
Mit dem Pürrierstab schafft ihr am Besten die Kombi
(Him)beeren und (Soja)Joghurt. Dann habt ihr ein leckeres Himbeereis.

Für Bananeneis schäle ich sehr reife Bananen, schneide sie in Stücke und friere sie ein. Dann kommen die gefrorenen Bananenstücke mit einem Schluck Wasser in den Mixer (mit Pürrierstab ist die Bananenvarriante ein Kampf). Vermutlich müsst ihr immer mal wieder die Stücke ins Messer schieben… Dann Zimt dazu oder aber mit Kakao vermengt: Schokoladeneis ohne Reue!

Regenbogen Torte

Zum Geburtstag soll es etwas ganz Besonderes sein und du hast etwas Zeit dich in der Küche auszutoben? Dann ist eine Regenbogentorte genau das richtige.

Ich habe in einer kleinen Springform (18cm) gebacken und den Teig in fünf Farben eingefärbt. Jeder Boden war am Ende 2cm dick und die Torte seeeehr hoch-Du kannst also locker sechs kleine Böden machen oder die Menge dünn auf eine große Springform ausstreichen.

Für den Buskuit:
450g weißes Mehl
350g Rohrzucker
2Päckchen Backpulver
2TL Vanille
-vermischen und mit-
250ml Wasser
250ml Sojamilch
150ml Raps/Sonnenblumen Öl
-verquirlen-
-Teig aufteilen und einfärben-

Jeder Boden hat bei mir gut 15min bei 180Grad gebacken. Dann sehr gut auskühlen lassen und in dieser Zeit schonmal die Buttercreme vorbereiten. Ich habe ganz faul ein Päckchen Alsan auf Zimmertemperatur mit dem Rührgerät aufgeschlagen (Je länger desto besser) und nach Geschmack Puderzucker und Zitronensaft hinzugegeben.

Es funktioniert aber auch super wenn ihr einfach nur Marmelade oder Sahne (Tipp: Soyatoo) zwischen die Böden streicht.

Zum Färben benutze ich “Wilton Icing Colours”, welche ich bei Amazon bestellt habe. Die sind super farbintensiv und bisher hatte ich nur tolle Ergebnisse! Von den Böden eventuell noch (vorsichtig) oben die Kuppel abschneiden, dann eine Reiehnfolge überlegen: Boden 1 auf Kuchenplatte, Creme, Boden 2, Creme… und so weiter. Meine Torte habe ich vollständig mit Buttercreme überzogen um sie später in einen Fondantmantel zu hüllen. (Auch diesen habe ich von Amazon. Muss aber zugeben, dass ich nicht 100% sicher sagen kann, ob dieser vegan war… Ebenfalls vorher kleine Teile mit Wilton Colours eingefärbt)

Zur Fondant Handhabung schaut ihr Euch besser ein gutes Youtube Tutorial an ;-) Da bin auch ich Anfänger.

Geschmeckt hat der Kuchen super und das Geburtstagskind war begeistert! (Keiner der Kuchenesser (außer mir) ernährt sich vegan, alle beeindruckt. #veganstrike )

Reife Bananen

Es tut mir immer in der Seele weh, wenn ich sehe, dass Bananen mit braunen Stellen weggeworfen werden. Die ergeben doch einen super leckeren Shake! Seufz. Unter der Schale sind sie meist noch vollkommen in Ordnung.

Jedenfalls muss ich mal eine Sache klar stellen:
Bananen mit braunen Punkten sind reif und gesund!

Erst wenn eine Banane braune Pünktchen bekommt, hat sich die Stärke im Inneren in Fruchtzucker umgewandelt. Und der ist pure Energie für unseren Körper -supergeil ;-)

Bessere Nägel/Haut

Neben der Tatsache, dass es sowas wie ein “Mittagstief” oder “Fresskoma” bei mir nicht mehr gibt (…ich esse trotzdem minimum zwei Teller zu Mittag oder auch mal n fetten Burger-nur eben vegan) habe ich mittlerweile auch total starke Nägel bekommen. ;-)

Im Normalfall wurden meine Nägel nie wirklich lang, weil sie sich vorher gespalten haben oder direkt ganz eingerissen sind… Da half jeglicher Nagelhärter nichts.

Verrückterweise hatte ich aber schon nach 30 Tagen Vegan-for-fit “damals” super Nägel. Dann leider die Ernährung wieder schleifen lassen, jedoch mittlerweile seit mehreren Monaten pflanzlich unterwegs. Und siehe da:

Im Netz stolpere ich außerdem über immer mehr Leute, die ihre Hautkrankheiten (Neurodermitis, Akne) losgeworden sind oder aber einfach ein besseres Hautbild bekommen haben. Wobei da meiner Meinung nach GESUNDE vegane Ernährung der Helfer ist. Am Besten wenig Verarbeitetes, kein weißer Zucker und kein Weißmehl.

Gesundheit

Vor einer Woche schon habe ich angefangen meine Gedanken zum Thema “Gesünder durch vegane Ernährung” (oder so ähnlich) zusammen zu schreiben. Ganz stolz wollte ich verkünden, dass ich jetzt 5,5 Monate am Stück kerngesund bin und es auch vorhabe zu bleiben.
Tja und dann kam Montag: Aufgewacht mit Halsschmerzen. Panik geschoben, denn mein gängiger Krankheitsverlauf ist: Zwei Tage Hals-Au und dann fett Nasennebenhöhlen Entzündung, die sich gerne über eine Woche zieht. (Super gut, wenn eins deiner Arbeitswerkzeuge die Stimme ist und eine Abschlußprüfung bevorsteht)
Es kam aber anders! Ich war nur einen Tag Gliederschmerzen geplagt, hatte zwar bis einschließlich Mittwoch Halsschmerzen, aber ab da Begann bereits der Weg der Besserung. Nur drei Tage “krank”? Das war ich seit Jahren nicht. Verblüffend!
Und wie habe ich das gemacht?

Ich denke das Thema Gesundheit basiert auf drei wichtigen Säulen, die man selbst beeinflussen kann:
-Ernährung
-Schlaf
-Sport
Egal ob krank oder nicht krank, ernähre ich mich 99% pfanzlich und versuche viel frisches Obst und Gemüse einzubauen. Außerdem trinke ich JEDEN Tag bis zu drei Litern stilles Wasser und treibe 3-4 mal die Woche Sport. Da ist ausreichend Schlaf natürlich unheimlich wichtig.
Dein Körper ist jeden Tag Bakterien und Viren ausgesetzt, aber wenn du ihn gut pflegst und er somit fit ist, drückt er all das leicht weg! Dafür muss er erholt sein, also schlaf genug und push Dich nicht mit Kaffee oder Energy Drinks durch den Tag.
Für Viele mag sich das jetzt total krass und diszipliniert anhören, aber ich habe mir das einfach angewöhnt! Ich freue mich jeden Tag darauf mir irgendwas Tolles zu kochen und belohne mich auch ein bisschen damit. Und das ist im Grunde auch schon ein weiterer Teil der Gesundheit: Positiv denken bzw. glücklich sein. Ich habe das nicht unter die “kann man beeinflussen” Punkte geschrieben, aber wenn ichs mir jetzt überlege… Dein Leben ist das was du draus machst! Du entscheidest letztendlich, wie du mit Schicksalsschlägen oder dem dir gegebenen Leben umgehst. Also mach das Beste draus :-)

Saftfasten

Zu allererst möchte ich fest halten:
-Saftfasten ist keine Diät!
-Saftfasten bitte lediglich mit frisch gepressten/entsafteten Säften machen.
-Ab drei Tagen Saftfasten sollte man Einläufe machen, sonst bleiben die Giftstoffe drin.
-Ich bin keine Ärztin oder Ähnliches und habe bisher recht wenig Ahnung von der Marterie!
Aber mit super Videos von Roheenergie, dem Entsafter einer guten Freundin, Internetinfos und ein bisschen Durchhaltevermögen haben mir 2-3 Tage Saftfasten sehr gut getan.

Muss man ein bisschen Zeit mitbringen: Denn auch die Tage vor und nach den Safttagen, sollten nicht von nährstoffarmem Essen geprägt sein.
Ich habe montags mit solch einem Entlastungstag gestartet.
Am Besten wäre gewesen Obst und Gemüse in jeglicher Form zu sich zu nehmen. Da mir aber ein langer Arbeitstag bevorstand (an dem ich fünf Stunden am Stück nicht wirklich essen konnte), gab es mittags noch Naturreis mit Tomatenmark und Brokkoli. Alles bereits ohne Salz und Fett!
Dienstags bin ich dann etwas früher aufgestanden um mir meine Säfte für den Tag zu machen. Die Säfte halten sich gut 24 Stunden im Kühlschrank… Ganz frisch ist aber natürlich toller.
Abgefüllt in Flaschen hab ich mir die erste Ration einfach mit in die Uni genommen.
Für drei Liter Saft, die ich (neben 1-2 Litern Wasser am Tag) getrunken habe, brauchte ich:

1,5kg Orangen (ein Netz)
1-2kg Äpfel
1kg Karotten (eine Packung)
1 Gurke
3 Stangen Sellerie

Ursprünglich hätte ich gerne noch frische rote Beete oder mehr grün gehabt… Aber ich hab’s nicht mehr auf den Markt geschafft. So gab es einen bunten Mix aus Apfel-Karottensaft, Orangen-Apfelsaft, oder einfach „Alles zusammen mit Gurke und Sellerie“ (schmeckte bisschen salzig wie so ein Isotonisches Getränk).
Immer wenn ich Hunger bekam, hab ich ein bisschen Saft getrunken. Es ist wichtig, dass ihr diesen gut einspeichelt, weil die Verdauung im Normalfall schon im Mund beginnt (durchs kauen).
Generell hatte ich keinmal richtig schlimm Hunger. Man nimmt ja aber durch drei Liter Saft auch ordentlich Kalorien zu sich, lediglich der Magen bleibt leer.
Es gibt nichts Schlimmeres als mit leerem Magen einschlafen zu müssen, also hab ich mir auf die Nacht noch eine kleine Cashewmilch gegönnt (1Tl Cashewmus mit Wasser aufgekocht, gemahlene Vanille dazu). Denn ich hatte bei den Frankjuice Säften gesehen, dass der Saft für den Abend im Grunde genau daraus besteht… Also: Kann das ja gar nicht so verkehrt sein ;-)
(Dort kann man sich eine komplette Saftfasten Kur zuschicken lassen. Alles wird frisch entsaftet und per Express zu Euch geschickt. Man kann wählen zwischen drei und fünf Tagen, mehr oder weniger grün. Kostet halt ne Stange Geld. Bei Interesse: http://www.thefrankjuice.com)

Das Faszinierende passierte dann am nächsten Morgen: Ich wachte auf ohne jegliches Hungergefühl! Auch ein bisschen spooky… Nach einem frisch gepressten Orangensaft bin ich dann sogar ins Fitnessstudio. Habe aber bewusst nicht zu hart trainiert, weil ich definitiv ein bisschen müde war. Meine drei Liter Tages-Saftration bestand aus den gleichen Dingen wie am Vortag, nur die Cashewmilch hab ich weggelassen.

Da Freitag Abend Familienzusammentreff mit viel Gekochtem bevorstand, wollte ich bereits Donnerstag wieder leicht mit Obst und Gemüse einsteigen. Der Tag begann erneut mit Orangensaft und einer halben Stunde schwimmen im Freibad. Danach trank ich einen Smoothie aus Bananen und Beeren. Mittags gab es selbst gekochte Gemüsesuppe ohne Salz etc. (Ich habe einfach eine Packung Suppengemüse gekocht und pürriert) und am Abend einen Rohkostsalat mit Limettensaft-Dressing. Ungewollt ein weiterer sehr flüssiger Tag :-)

Bereits nach diesen 2,5 Tagen Saftfasten hatte ich das Gefühl meine Verdauung und vor allem den Appetit wieder normalisiert zu haben. Selbst Freitag Abend mit Blätterteigschneckchen, Weißbrot und Co. bei der Familie, hatte ich keine Lust auf Völlerei. (Sonst bin ich Raupe nimmersatt!)
Die Verdauung ist jetzt-zehn Tage später-immer noch besser!
(Ich müsste mir mal endlich angewöhnen langsamer zu kauen, wenn ich alleine esse…)
Also: Alles in allem: Gut und hilfreich. Vor allem wenn man wirklich Krankheiten oder Verdauungsprobleme zu besiegen hat. Sicher auch supergut zum Stoffwechsel ankurbeln.

Am ersten Tag dachte ich: „Wieso nur? Nie wieder!“ Und als dann am zweiten Tag das Magengrummeln weg war, fand ichs „lässig“ :o)