Sind wir nicht alle ein bisschen essgestört?

Was auch immer ich mit diesem Artikel bewirken will?
Vermutlich öffentlich Tagebuch schreiben in der Hoffnung, dass es mich (und euch) ein bisschen kuriert.

Ich habe gerade drei Tage Saftfasten hinter mir. Und im Gegensatz zum ersten Mal (vor nem Jahr?), ging es mir dieses Mal nicht gut. Erster Tag: Hunger-Klar. Zweiter und dritter Tag: Morgens ganz gut. Aber jeweils abends totale Bauchschmerzen. Verdauung uncool, Dizzy fühlen, müde sein.
„WIESO MACHE ICH DAS?“ hab ich mich gefragt. Und ich wusste es tatsächlich nicht… Mir ist bewusst, dass man von sowas nicht abnimmt oder Ähnliches. Mich reinigen? Joa vielleicht. Aber da könnte man ja auch einfach n paar Tage lang n bisschen mehr auf Obst und Gemüse zurück greifen.

Essen und Körper sind schon immer ein so großes Thema in meinem Leben, dass ich mich frage, ob das überhaupt irgendwann aufhört. Es ist nicht so, dass ich schon gesundheitlich bedrohlich essgestört gewesen wäre. Aber was in meinem Kopf abgeht ist definitiv nicht normal. Und ich weiß das!! Ich wünsche mir oft, dass mir Alles egal sein könnte. Einfach mal tausend Toast (Toasts, Toasti, Toastata, …) mit Schokozeug snacken. Die Einladung zum Burger essen mit Freunden annehmen, obwohl ich mittags schon warm gegessen habe. Es gibt millionen schlimme Dinge, die auf der Welt passieren und ich mache mir tatsächlich Gedanken um meine Figur? (Von der ich objektiv betrachtet EIGENTLICH weiß, dass sie super ist (Sowas zu schreiben ist absurd)) Was nehme ich mir da raus? Ein Bekannter hat gesagt, wir Menschen sind dazu gemacht uns mit Problemen auseinander zu setzen. Und wenn wir keine haben, dann machen wir uns halt welche. Das klingt für mich tatsächlich ziemlich plausibel. Wobei ich natürlich nicht unterschlagen will, dass meine Biographie einen erheblichen Teil zum Körperwahn beigetragen hat. Aber das könnte ich mittlerweile auch mal überwunden haben.

Eine ältere Freundin sagt immer, dass das mit 25 aufhört. Dann hab ich ja nur noch ein halbes Jahr abzuwarten! Immerhin bin ich mittlerweile soweit, dass ich keine Diäten mehr machen will. Wobei ich just in diesem Moment merke: Selbstbetrug. Denn was ist denn Saftfasten!? Nun gut. Also jedenfalls steht bei mir schon länger die Körpergesundheit im Vordergrund. Und es gibt auch viele Tage an denen ich mich sehen kann, wie mich die Welt sieht. Vollkommen NORMAL. Für alle anderen Tage suche ich immer noch nach guten Tipps.
Also ihr Körperzweifler: Die Welt ist böse, aber das Leben kann schön sein. Zerstört es Euch nicht durch so viel negative Energie. Am Ende werden wir alle das Urlaubs-Fotoalbum von „damals“ in den Händen halten und denken: „Digga, warst du ein heißes Gerät!“

Wieso also nicht schon heute?

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