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Saftfasten

Zu allererst möchte ich fest halten:
-Saftfasten ist keine Diät!
-Saftfasten bitte lediglich mit frisch gepressten/entsafteten Säften machen.
-Ab drei Tagen Saftfasten sollte man Einläufe machen, sonst bleiben die Giftstoffe drin.
-Ich bin keine Ärztin oder Ähnliches und habe bisher recht wenig Ahnung von der Marterie!
Aber mit super Videos von Roheenergie, dem Entsafter einer guten Freundin, Internetinfos und ein bisschen Durchhaltevermögen haben mir 2-3 Tage Saftfasten sehr gut getan.

Muss man ein bisschen Zeit mitbringen: Denn auch die Tage vor und nach den Safttagen, sollten nicht von nährstoffarmem Essen geprägt sein.
Ich habe montags mit solch einem Entlastungstag gestartet.
Am Besten wäre gewesen Obst und Gemüse in jeglicher Form zu sich zu nehmen. Da mir aber ein langer Arbeitstag bevorstand (an dem ich fünf Stunden am Stück nicht wirklich essen konnte), gab es mittags noch Naturreis mit Tomatenmark und Brokkoli. Alles bereits ohne Salz und Fett!
Dienstags bin ich dann etwas früher aufgestanden um mir meine Säfte für den Tag zu machen. Die Säfte halten sich gut 24 Stunden im Kühlschrank… Ganz frisch ist aber natürlich toller.
Abgefüllt in Flaschen hab ich mir die erste Ration einfach mit in die Uni genommen.
Für drei Liter Saft, die ich (neben 1-2 Litern Wasser am Tag) getrunken habe, brauchte ich:

1,5kg Orangen (ein Netz)
1-2kg Äpfel
1kg Karotten (eine Packung)
1 Gurke
3 Stangen Sellerie

Ursprünglich hätte ich gerne noch frische rote Beete oder mehr grün gehabt… Aber ich hab’s nicht mehr auf den Markt geschafft. So gab es einen bunten Mix aus Apfel-Karottensaft, Orangen-Apfelsaft, oder einfach „Alles zusammen mit Gurke und Sellerie“ (schmeckte bisschen salzig wie so ein Isotonisches Getränk).
Immer wenn ich Hunger bekam, hab ich ein bisschen Saft getrunken. Es ist wichtig, dass ihr diesen gut einspeichelt, weil die Verdauung im Normalfall schon im Mund beginnt (durchs kauen).
Generell hatte ich keinmal richtig schlimm Hunger. Man nimmt ja aber durch drei Liter Saft auch ordentlich Kalorien zu sich, lediglich der Magen bleibt leer.
Es gibt nichts Schlimmeres als mit leerem Magen einschlafen zu müssen, also hab ich mir auf die Nacht noch eine kleine Cashewmilch gegönnt (1Tl Cashewmus mit Wasser aufgekocht, gemahlene Vanille dazu). Denn ich hatte bei den Frankjuice Säften gesehen, dass der Saft für den Abend im Grunde genau daraus besteht… Also: Kann das ja gar nicht so verkehrt sein ;-)
(Dort kann man sich eine komplette Saftfasten Kur zuschicken lassen. Alles wird frisch entsaftet und per Express zu Euch geschickt. Man kann wählen zwischen drei und fünf Tagen, mehr oder weniger grün. Kostet halt ne Stange Geld. Bei Interesse: http://www.thefrankjuice.com)

Das Faszinierende passierte dann am nächsten Morgen: Ich wachte auf ohne jegliches Hungergefühl! Auch ein bisschen spooky… Nach einem frisch gepressten Orangensaft bin ich dann sogar ins Fitnessstudio. Habe aber bewusst nicht zu hart trainiert, weil ich definitiv ein bisschen müde war. Meine drei Liter Tages-Saftration bestand aus den gleichen Dingen wie am Vortag, nur die Cashewmilch hab ich weggelassen.

Da Freitag Abend Familienzusammentreff mit viel Gekochtem bevorstand, wollte ich bereits Donnerstag wieder leicht mit Obst und Gemüse einsteigen. Der Tag begann erneut mit Orangensaft und einer halben Stunde schwimmen im Freibad. Danach trank ich einen Smoothie aus Bananen und Beeren. Mittags gab es selbst gekochte Gemüsesuppe ohne Salz etc. (Ich habe einfach eine Packung Suppengemüse gekocht und pürriert) und am Abend einen Rohkostsalat mit Limettensaft-Dressing. Ungewollt ein weiterer sehr flüssiger Tag :-)

Bereits nach diesen 2,5 Tagen Saftfasten hatte ich das Gefühl meine Verdauung und vor allem den Appetit wieder normalisiert zu haben. Selbst Freitag Abend mit Blätterteigschneckchen, Weißbrot und Co. bei der Familie, hatte ich keine Lust auf Völlerei. (Sonst bin ich Raupe nimmersatt!)
Die Verdauung ist jetzt-zehn Tage später-immer noch besser!
(Ich müsste mir mal endlich angewöhnen langsamer zu kauen, wenn ich alleine esse…)
Also: Alles in allem: Gut und hilfreich. Vor allem wenn man wirklich Krankheiten oder Verdauungsprobleme zu besiegen hat. Sicher auch supergut zum Stoffwechsel ankurbeln.

Am ersten Tag dachte ich: „Wieso nur? Nie wieder!“ Und als dann am zweiten Tag das Magengrummeln weg war, fand ichs „lässig“ :o)